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  • Erdwärme-Breisgau – nachhaltige Energie für die Region

    Wir wollen weg von fossilen Energien. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, regenerative Energien konsequent auszubauen. Die Region soll in ihrer Energieversorgung unabhängiger werden. Die Erdwärme steht uns hier jederzeit als Energiequelle zur Verfügung. Sie unterliegt weder Schwankungen im Tages noch im Jahresverlauf.

    Dabei sein und mitgestalten - Energie- und Wärmewende!

    Einladung zur ONLINE-Infoveranstaltung Erdwärme-Breisgau:

    Am Freitag, 15. März 2024, von 17-19 Uhr

    Bad Krozingen, Breisach und Hartheim - das Aufsuchungsgebiet wird auf drei mögliche Kommunen eingegrenzt

    Seit 2020 beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Erdwärme. Ziel ist es dabei, zu erforschen, in welcher Region Erdwärme besonders gut erschlossen werden könnte und einen möglichen Standort für den Bau und Betrieb einer Erdwärmeanlage zu finden. In der Zwischenzeit ist es uns gelungen, ein geeignetes Thermalwasserreservoir zu identifizieren, letzte Bestätigungen stehen noch aus. Demzufolge ist es möglich, eine nachhaltige und emissionsfreie Erdwärmeanlage in den Kommunen Bad Krozingen, in Breisach oder Hartheim zu betreiben und Haushalte mit regenerativer Wärmeenergie zu versorgen.

    Bis es so weit ist und feststeht, ob und an welchem Standort die Erdwärmeanlage errichtet werden soll, sind noch einige Punkte zu klären. Neben der Suche nach einem geeigneten Grundstück für den Bau und Betrieb der Anlage wird der sogenannte Bohrpfad, also der Bohrweg unter Tage geplant und die Bohrung simuliert. Diese und weitere Aspekte entscheiden am Ende, welcher Standort sich aus technischer und wirtschaftlicher Sicht am besten geeignet ist.

    Warum ist der Oberrheingraben so attraktiv für Erdwärme?

    Die Thermalbäder in unserer Region zeigen ganz deutlich: Der Oberrheingraben besitzt eine geologische Besonderheit. Unter der Erdoberfläche befindet sich warmes Wasser. Der Hintergrund: Erdschichten haben sich vor Millionen Jahren um mehrere tausend Meter abgesenkt. Deswegen befinden sich die thermalwasserführenden Schichten aus Muschelkalk und Buntsandstein nicht in einer Tiefe von wenigen hundert Metern, sondern 3.000 Meter und tiefer.

    Weil die Temperaturen steigen je näher man dem Erdkern kommt, ist das Thermalwasser an vielen Stellen des Oberrheingrabens nicht nur heiß, sondern sehr heiß. Erreicht werden Wassertemperaturen von 100 bis 140 Grad Celsius. Für uns alle bedeutet das: Die Natur hat uns eine natürliche Wärmequelle geschenkt. Umweltfreundlich, nachhaltig und regenerativ zu nutzen. Mit dem Projekt Erdwärme-Breisgau wollen wir diese Wärme für die Region nutzen. In aufwendigen Forschungen ist es uns gelungen, mit Bad Krozingen, Breisgau und Hartheim drei potenzielle Standorte für den Bau einer Erdwärmeanlage zu lokalisieren.

    So profitieren die Kommunen von einer Erdwärmeanlage

    In den Kommunen sorgt Erdwärme für eine stabile und verlässliche Versorgung mit Wärme. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erdwärme ist landschaftsschonend, kohlendioxidarm und nach menschlichem Ermessen sogar unerschöpflich. Abhängigkeiten von Wetter oder Jahreszeiten bestehen nicht. Gleichzeitig ist die regenerativ erzeugte Wärme preisstabil und krisenfest.

    Auch wenn es zurzeit noch nicht feststeht, wo unsere Erdwärmeanlage errichtet wird, liegt uns viel daran, dass die Kommunen von der regenerativen Energieerzeugung profitieren. Wir prüfen auf Basis der kommunalen Wärmepläne, die derzeit erarbeitet werden, ob und wie am Standort gewonnene Erdwärme den Kommunen, die nahe an der Anlage liegen, zur Einspeisung in ihre Wärmenetze zur Verfügung gestellt werden kann. Neben der Gewerbesteuer bieten wir der Standortkommune und den an der Fernwärmetrasse liegenden Kommunen an, sich an der Anlage finanziell zu beteiligen. Wir kommen auf Ihre Kommune zu, sobald der Standort der Anlage feststeht.

    Vorteile der Erdwärmeanlage für die Region

    Eine Erdwärmeanlage ist ein Gewinn für die ganze Region. Badenova gehört zu hundert Prozent Kommunen oder kommunalen Stadtwerken. Der überwiegende Teil der Gesellschafter befindet sich im Südwesten – in der Region zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald. Größter kommunaler Anteilseigner nach Anteil und Einwohnerzahl ist mit 230.000 Einwohnern die Stadt Freiburg. Mit dieser Eigentümerstruktur ist sichergestellt, dass die Gewinne des regionalen Unternehmens badenova auch den Menschen in der Region zugutekommen.

    Von den Geschäftsaktivitäten der badenova profitiert immer die Gesamtheit aller Bürger – vertreten durch ihre Kommune. Erwirtschaftete Gelder werden sinnvoll für Schulen, Kindergärten, Freizeiteinrichtungen oder andere kommunale Investitionen verwendet. Von jedem ausgegebenen Euro bleiben 49 Cent in der Region, da badenova ein regionaler Energieversorger ist.

    Informationen für Eigentümer

    Investitionen in die Infrastruktur einer Erdwärmeanlage und Fernwärmenetz sorgen nicht nur für die Verfügbarkeit regenerativer Wärme für rund 20.000 Menschen in der Region. Sie sind auch nachhaltig. Bohrung und Netze können unter Umständen 40 Jahre und länger genutzt werden. Wir suchen in den drei Kommunen rund 20.000 m2 großes Grundstück etwas abseits von Wohnbebauungen.

    Für weitere Informationen zur Trasse oder bei Interesse an Grundstücksverkäufen stehen wir Landwirten oder Eigentümern gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an Leopold Pfluger leopold.pfluger@badenova.de

    Unsere Aufgabe als nachhaltiger Energieversorger ist es, die Region in ihrer Energieversorgung unabhängiger zu machen. Zudem wollen und müssen wir es schaffen, fossile Energien hinter uns zu lassen. Deswegen arbeiten wir mit Hochdruck daran, regenerative Energien konsequent auszubauen. Mit Wind, Sonne und Wasserkraft stehen uns in der Region regenerative Energiequellen zur Verfügung.

    Hinzu kommt Erdwärme: Heißes Thermalwasser tief unter der Erdoberfläche steht uns in der Region zur Verfügung. Es unterliegt keinen Schwankungen im Jahresverlauf oder durch den Tag-Nacht-Rhythmus. Erdwärme bringt alles mit für den CO2-neutralen Energie-Mix der Zukunft. Das Potenzial ist enorm. Mit unserem Projekt Erdwärme-Breisgau planen wir, 20.000 Haushalt in der Region mit Fernwärme – gewonnen aus erneuerbaren Energien – zu versorgen. Welche Standorte in der Region besonders geeignet sind und was das bedeutet, erfährst Du hier.

    Transparenz

    Wir bieten Transparenz, denn Wissen schafft Vertrauen

    Geothermie-Tagung Öffentlichkeitsarbeite Projekt Erdwärme-Breisgau

    Transparenz, Dialog und Austausch sind Voraussetzung für Akzeptanz. Vertrauen muss man sich verdienen: Nur eine wirklich umfassende, offene Information ermöglicht es, dass wir gemeinsam die Gewinnung von Erdwärme in unserer Region als klimaschonende Zukunftstechnologie umsetzen. Damit meinen wir auch eine offene Information über über Bedenken zum Verfahren.

    Mehr zu unseren Werten

    Erste Regionalkonferenz parallel zum Aufsuchungsantrag. Dieser wird durch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg genehmigt.

    Eine Vorstudie bestätigt das geologische Potenzial unserer Region. Die GeologInnen identifizieren 19 Kommunen, die für ein Erdwärmewerk in Frage kommen.

    Drei Potenzialgebiete werden ausgewählt, die genauer untersucht werden. Hierzu werden Aeromagnetik- und Gravimetrie-Messungen durchgeführt.

    Bürgerschaftsrat, politischer Begleitkreis und Fachbeirat nehmen ihre Arbeit auf. Im Bürgerschaftsrat beschäftigen sich 38 AnwohnerInnen über Monate hinweg intensiv mit Erdwärme.

    Entscheidung gefällt: 3D-seismische Messungen sollen den Untergrund im Potenzialgebiet mittels Schallwellen untersuchen.

    Träger öffentlicher Belange werden beteiligt, LandwirtInnen und Öffentlichkeit erneut informiert.

    Rund 8.000 Geophone werden im Untersuchungsgebiet verteilt. Sie messen Reflexionen von Schallwellen im Untergrund und „spüren“ das Gestein.

    Vorlage des Bürgerschaftsberichts: Eine überwältigende Mehrheit spricht sich für das Projekt aus

    Die Messdaten werden ausgewertet, um das vielversprechendste Zielgebiet einzugrenzen.

    Hier stehen wir gerade

    Die Auswahl wird konkreter: Das Bohrziel, also die unterirdische Wärmequelle, und das Zielgebiet für das zukünftige Erdwärmewerk werden exakt bestimmt.

    Was ist bislang passiert, wie geht es weiter? Dafür wird eine Regionalkonferenz geplant. Aufbau des Seismometer-Netzwerks, um das Erdreich während Bau und Betrieb lückenlos zu überwachen.

    Die Fernwärmeleitung wird geplant und die Bohrplanung geht ins Detail. Parallel dazu laufen der Genehmigungsprozess und die Öffentlichkeits­beteiligung an.

    Endlich Baustelle! Nach ersten Probebohrungen nehmen Bohrplatz und Werksgebäude Form an.

    Heißwasser marsch! Erdwärmewerk und Fernwärmeleitung liefern regenerative Wärme aus der Tiefe in die Region.

    #gutefrage - alle Fragen & Antworten auf einen Blick

    Alle Fragen rund um das Thema Geothermie und dem Erdwärme-Breisgau-Projekt haben wir für euch gesammelt:

    Fragen und Antworten