• Glückliche Familie sitzt im Wohnzimmer vor Heizkörpern am Boden
  • Online-Veranstaltung zur Fernwärmepreisentwicklung

    Anlässlich der aktuellen Fernwärmepreisentwicklungen laden wir Sie zu unserem Webinar ein. Hier werden wir informieren, aufklären und mögliche Fragen zum Fernwärmepreis und seiner Entwicklung beantworten.

    Mit einem Klick auf den Button können Sie sich für den folgenden Termin anmelden:

    05.03.2024 von 19:00 - 20:00 Uhr

    Häufige Fragen & Antworten rund um die Fernwärme

    Wir brauchen Wärme, damit wir uns wohl fühlen. Als zuverlässiger, regionaler Partner bieten wir Ihnen bequemen Rundum-Service für Ihre Wärmeversorgung.

    Auch bei stetigem Wachstum, steigender Kundenanzahl und unserem großen Ziel die Wärmewende in der Region umzusetzen, ist uns die Transparenz, sowie die Kundennähe weiterhin ein großes Anliegen.

    Damit Sie schnelle Hilfe bei Fragen rund um Ihre Fernwärmeversorgung erhalten, haben wir die häufigsten Fragen und Antworten an dieser Stelle für Sie zusammengetragen. Für die Beantwortung weitergehender Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice unter der Rufnummer 0761 279 7777 oder schreiben Sie uns an waerme@badenova.de. Wir sind gerne für Sie da!

    Allgemeines und Vorteile

    Was ist Fernwärme?

    Fernwärme ermöglicht die ökologische Erzeugung von Wärme, die nicht mehr in einer herkömmlichen Heizung produziert wird, sondern in einem zentralen Heizwerk. Hier erfahren Sie mehr über Fernwärme.

    Warum ist Fernwärme sinnvoll?

    Fernwärme kann alle regenerativen Potenziale sowohl innerhalb als auch außerhalb des Versorgungsgebiets nutzen, um ökologische Wärme an die Haushalte zu transportieren. Dabei kann die Wärme, die aus den verschiedenen Wärmequellen wie Abwärme, Solarthermie, Biomasse oder Geothermie gewonnen wird, in das gemeinsame Fernwärmenetz eingespeist werden.

    Welche Vorteile bietet Fernwärme?

    Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile von Fernwärme.

    Fernwärme Preise

    Wie setzt sich der Fernwärmepreis zusammen?

    Die laufenden Kosten für den Fernwärmebezug setzen sich aus dem Grundpreis, dem Arbeitspreis und dem Messpreis zusammen. Diese Preise errechnen sich anhand von Preisgleitklauseln aus unterschiedlichen Faktoren. Das soll sicherstellen, dass die Entwicklungen der Energiebezugskosten sowie der Verhältnisse auf dem Wärmemarkt angemessen und transparent berücksichtigt werden. Zu den drei genannten Preiskomponenten kommen staatliche Steuern, Abgaben und hoheitliche Belastungen wie z.B. die Umsatzsteuer, Gasspeicherumlage und der Emissionspreis hinzu.

    Der Grundpreis deckt die Investitions- und Betriebskosten, der Messpreis die Kosten für die Bereitstellung und das Unterhalten der Messeinrichtungen sowie die Abrechnung. Beide Kostenelemente orientieren sich an Lohnindex und Investitionsindex und sind verbrauchsunabhängig.

    Der Arbeitspreis deckt die Material-, Lohn-, Brennstoff- und Wärmebezugskosten und orientiert sich an Beschaffungsindizes und dem Wärmemarktindex. Der Arbeitspreis fällt für die tatsächlich anfallende Wärmemenge an. Damit kann dieses Kostenelement direkt vom Verbraucher beeinflusst werden.

    Alle Indexwerte sind öffentlich einsehbar und stammen vom statistischen Bundesamt, dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) und den Veröffentlichungen des Trading Hub Europe (THE).

    Auf unseren Preisblättern verweisen wir auf alle Quellen, sodass alle verwendeten Werte von Ihnen nachvollzogen und überprüft werden können.

    Warum steigen aktuell die Fernwärmepreise während die Gaspreise derzeit sinken?

    Die Öl- und Gaspreise sind, je nach Anbieter, bereits in den Jahren 2021 und 2022 stark angestiegen. Wir konnten unsere Fernwärmepreise hingegen lange auf einem niedrigen Niveau halten - siehe Grafik unten. Doch im Jahr 2023 und auch im Jahr 2024 müssen auch wir die hohen Beschaffungspreise, die wir während der Energiekrise bezahlen mussten, an unsere Kunden weitergeben.

    Die Grafik zeigt anschaulich, dass alle Energieträger von der Energiekrise betroffen sind, die Auswirkungen jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten für die Endkunden spürbar werden.

    Derzeit sinken die Beschaffungspreise wieder. Diese Entwicklung wird sich zeitverzögert positiv auch auf den Fernwärmepreis auswirken. Auch wenn wir es nicht garantieren können, gehen wir davon aus, dass der Arbeitspreis im Jahr 2025 wieder sinken wird.

    Quellen: Statistisches Bundesamt |Destatis (Statistischer Bericht - Daten zur Energiepreisentwicklung - Oktober 2023) für die Werte Strom, Erdgas, Heizöl, Fernwärme (deutschlandweit) und Daten der badenovaWÄRMEPLUS für die Werte Fernwärme (badenovaWÄRMEPLUS). Die Graphik zeigt die Preisentwicklung (indexierte Preissteigerungsraten, keine absoluten Brennstoffpreise) bei Strom, Erdgas, Heizöl und Fernwärme für Haushalte seit Januar 2012 bezogen auf das Basisjahr 2015. Stand 11/2023 mit Daten bis einschließlich Oktober 2023.

    Warum sinkt momentan mein Fernwärmepreis nicht, obwohl an Einkaufsbörsen die Preise gegenwärtig fallen?

    Sinkende Großhandelspreise wirken sich im Arbeitspreis erst mit Verzögerung aus.

    Die hohen Preise, die wir auf dem Höhepunkt der Energiekrise zahlen mussten, schlagen sich nun zeitlich versetzt in den Arbeitspreisen nieder. Das liegt daran, dass die Beschaffungskosten mittels Indizes in der Preisberechnung berücksichtigt werden, welche sich immer auf die Vergangenheit beziehen.

    Die Preise für 2024 beziehen sich auf die hohen Indizes im Zeitraum zwischen Sommer/Herbst 2022 und Sommer/Herbst 2023 (siehe Grafik unten).

    Die genauen Zeiträume, die für die Berechnung herangezogene Formel und die Verlinkung zu den verwendeten Indizes können Sie den individuellen Preisblättern entnehmen.

    Die zeitverzögerte Preisbildung möchten wir anhand einiger Beschaffungsindizes veranschaulichen:

    Insofern die Wärme für ein Wärmenetz zu Teilen oder vollständig aus einem Energieträger wie Erdgas, Biogas oder Holzpellets erzeugt wird, fließen anteilige Kosten in den Arbeitspreis Wärme für das besagte Netz ein. Die Beschaffungskosten der badenovaWÄRMEPLUS werden durch entsprechende Indizes des Statistischen Bundesamts realitätsnah wiedergegeben.

    Die Entwicklungen einiger dieser Indizes sind in der Grafik unten aufgezeigt.

    Die Darstellung spiegelt nicht die Marktpreise für Haushalte, sondern Kostenelemente in der Beschaffung der badenovaWÄRMEPLUS wider. Den für die Preisbildung für 2024 relevante Zeitraum haben wir für Sie hervorgehoben.

    Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland |Destatis: Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte: Erdgas (GP09-352222-01); Holz in F. v. Plättch. od. Schnitzeln aus Nadelho. (GP09-161023); Pellets,Briketts,Scheiten o.ä. Formen aus Sägespä. (GP09-162914908); Pflanzliche Erzeugung; Elektrischer Strom, bei Abgabe an gewerbl.Anlagen (GP09-351113); Die Graphik zeigt die Preisentwicklung (indexierte Preissteigerungsraten, keine absoluten Brennstoffpreise) seit Januar 2015. Stand 11/2023 mit Daten bis einschließlich Oktober 2023.

    Wie werden sich die Fernwärmepreise nach 2024 entwickeln?

    Der Markt reagiert weiter nervös auf politische Krisen und Nachrichten, weshalb eine seriöse Vorhersage zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich ist. Das Niveau der Beschaffungspreise ist in der jüngeren Vergangenheit allerdings gesunken. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, kann davon ausgegangen werden, dass die Arbeitspreise in 2025 wieder sinken werden.

    Wir arbeiten mit Hochdruck daran, kontinuierlich steigende Anteile erneuerbare Energien sowie industrielle Abwärme in unsere Wärmenetze zu integrieren.

    Wir wollen fossile Brennstoffe wie Erdgas bis 2035 vollständig ablösen und uns damit von den fossilen Brennstoffmärkten unabhängig machen und gleichzeitig das Kostenelement des staatlichen CO2-Preises eliminieren. Mit dieser Strategie wollen wir langfristig sowohl die Umwelt als auch Ihren Geldbeutel schonen.

    Wie geht es mit der Wärmepreisbremse weiter?

    Die Wärmepreisbremse wurde zum 1. März 2023 mit rückwirkender Gültigkeit zum 1. Januar 2023 und bis einschließlich Dezember 2023 eingeführt. Die Bundesregierung plante ursprünglich eine Verlängerung der Energiepreisbremsen bis zum 31. März 2024.

    Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds kann aktuell nicht mehr gesichert davon ausgegangen werden, dass die Entlastung auch noch im nächsten Jahr erfolgen wird.

    Wir werden Sie hier informieren, sobald eine wirksame Entscheidung vorliegt.

    Betrifft die Aufhebung der temporären Mehrwertsteuersenkung auch Fernwärme?

    Ja.

    Um die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bei der Bewältigung der Energiekrise zu unterstützen, hat die Bundesregierung 2022 gesetzlich geregelt, dass für Gas und Fernwärme bis 31. März 2024 ein reduzierter Mehrwertsteuersatz in Höhe von 7 Prozent gilt. Statt Ende März soll diese Sonderregelung nun einen Monat früher als geplant bereits zum 29. Februar auslaufen.

    In diesem Fall würde ab dem 1. März 2024 auch für die Fernwärme wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz in Höhe von 19 Prozent gelten. Entsprechende Pläne des Finanzministeriums wurden vom Bundestag beschlossen. Allerdings steht die Zustimmung des Bundesrates noch aus.

    Wir werden Sie hier informieren, sobald eine wirksame Entscheidung vorliegt.

    Fernwärme Technik

    Wie ist ein Fernwärmenetz aufgebaut?

    Fernwärmeerzeugung im Heizwerk und Verteilung in Haushalte
    Grafische Darstellung der Fernwärmeversorgung.

    Bei dem Bezug von Fernwärme wird die Wärme in einem zentralen Heizwerk erzeugt. Dabei wird das Heißwasser als Wärmeträger über das Rohrleitungsnetz transportiert. Mehr über die Funktionsweise von Fernwärme erfahren Sie hier.

    Wie funktioniert die Umstellung auf Fernwärme?

    Um Fernwärme zu beziehen, wird der bestehende herkömmliche Wärmeerzeuger, wie beispielsweise ein Öl-Heizkessel durch den Fernwärmeanschluss ersetzt.

    Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

    Wer bestimmt den Anschlusswert?

    Auf Basis von Vergangenheitswerten, der Größe der Wohnfläche oder des Alters des Gebäudes, lässt sich die Höhe der Leistung, die Sie benötigen ermitteln. Diese können Sie selbst kalkulieren und jährlich anpassen.

    Welche Leistung übernimmt der Wärmeversorger?

    Der Wärmeversorger verlegt den Wärmenetzanschluss und ist dafür verantwortlich die vertraglich vereinbarte Wärmeleistung in der richtigen Temperatur zu liefern. Wir garantieren die Wärmelieferung auch in den kältesten Wintern innerhalb unseres Wärmenetzes.

    Was ist der Primärenergiefaktor?

    Der Primärenergiefaktor berücksichtigt den Energieverlust bei der Gewinnung, der Umwandlung und der Verteilung des Energieträgers. Dabei haben alle Energieträger wie Biogas, Erdgas oder Heizöl einen individuellen Primärenergiefaktor. Je geringer dieser ist, desto umweltschonender ist die jeweilige Energieform. Somit ist der Primärenergiefaktor eine verlässliche Kennziffer für die Einordnung des Energieträgers für einen optimalen Einsatz von Ressourcen. Diesen können Sie auf den Detailseiten unserer Heizzentralen finden.

    Fernwärme im Vergleich

    Wie schneidet Fernwärme im Vergleich mit anderen Wärmeerzeugern ab?

    Hier erfahren Sie wie Fernwärme im Vergleich mit anderen Energieträgern abschneidet.

    Wie wird Fernwärme gefördert?

    Mit dem Bezug von Fernwärme wird nun nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch der Geldbeutel. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder das Bundeswirtschaftsministerium bieten attraktive Fördermöglichkeiten für den Anschluss an die Fernwärme.

    Wie funktioniert die Stromgutschriftmethode?

    Durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird neben der Wärme zusätzlich Strom erzeugt. Aufgrund dessen wird an dem Standort der Heizzentrale Graustrom im öffentlichen Stromnetz verdrängt. Die Menge an CO2 des verdrängten Stroms wird dem Heizwerk gutgeschrieben und von dem CO2 Ausstoß der Energiezentrale abgezogen.

    Was sind CO2 Äquivalente?

    CO2 Äquivalente oder auch globale Erderwärmungspotenziale genannt, sind eine Messeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der Treibhausgase.