Potenziale der Tiefengeothermie in unserer Region

Der Oberrheingraben bietet besonderes Potenzial für Teifengeothermie.

Eines ist klar: Die Energiewende ist nur zu schaffen, wenn mehr erneuerbare Wärme erzeugt wird, also neben der Stromwende auch die Wärmewende gelingt. Aktuell liegt Deutschland bei gerade einmal mageren 11 bis 12 Prozent erneuerbarer Wärme in Bezug auf den gesamten Wärmebedarf.

Zur Einspeisung in Wärmenetze haben unter den erneuerbaren Energien nur die Geothermie, die Solarthermie sowie die Umweltwärme ein hohes Ausbaupotenzial. Besonders entlang des Oberrheingrabens und in Oberschwaben sind die Potenziale für mögliche Tiefengeothermieanlagen enorm.

Im Rahmen eines interkommunalen Tiefengeothermieprojekts werden wir deshalb in den kommenden Jahren 19 Kommunen in unserer Region genauer unter die Lupe nehmen. In einem ersten Schritt wird untersucht, wie groß die Potenziale genau sind und welche Regionen sich besonders für eine solche Anlage eignen.

Studien zeigen: Unsere Heimat bietet besondere geothermische Potenziale. Diese sollen nun im Detail auf ihre Eignung zur nachhaltigen Wärmeerzeugung untersucht werden.
Klaus Preiser, technischer Geschäftsführer badenovaWÄRMEPLUS

Klaus Preiser, technischer Geschäftsführer badenovaWÄRMEPLUS


Potenzialanalyse für Tiefengeothermie in der Region

Eine Potenzialanalyse soll die Basis bilden, um zu beurteilen, ob und wo Erdwärmeanlagen in unserer Region wirtschaftlich erneuerbare Energie liefern könnten. Das Projekt wird gemeinschaftlich mit folgenden Kommunen durchgeführt: Bad Krozingen, Breisach, Buggingen, Ebringen, Ehrenkirchen, Eschbach, Freiburg, Gottenheim, Gundelfingen, Hartheim, Heitersheim, Ihringen, March, Merdingen, Müllheim, Neuenburg, Pfaffenweiler, Schallstadt und Umkirch.

Um die Potenziale und Standorteignung für Tiefengeothermie fachkundig und detailliert ermitteln zu können, sind verschiedene Schritte notwendig. Im Folgenden finden Sie die geplanten nächsten Schritte im Überblick. Diese werden im Projektverlauf kontinuierlich aktualisiert und ergänzt.

Aufsuchungsgenehmigung

Bevor Untersuchungen und Analysen des Bodens angestellt werden dürfen, muss eine zweckgebundene Aufsuchungsgenehmigung des zuständigen Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) vorliegen. Im ersten Schritt haben wir daher eine solche Aufsuchungsgenehmigung für eine Machbarkeitsstudie der Tiefengeothermie in unserer Region beantragt. Dabei handelt es sich lediglich um das grundlegende Recht, in einem festgelegten Gebiet einen bestimmten Rohstoff aufsuchen zu dürfen. Dem Inhaber sind noch keine technischen Maßnahmen gestattet.

Ziel einer Aufsuchung ist es, bisher unbekannte Lagerstätten oder Potenziale ausfindig zu machen. Dabei ist es uns wichtig, Potenzial zu finden, das möglichst ortsnah zu den größten bereits bestehenden oder geplanten Wärmenetzen ist.

Seismologische Grafiken

Die Analyse einer seismologischen 2D-Grafik und weiterer bereits vorhandener wissenschaftlicher Daten durch einen erfahrenen Geologen wird zunächst über die vorkommenden Gesteinsschichten Aufschluss geben. Daraus lassen sich erste Erkenntnisse ableiten, wo und wie tief gebohrt werden muss, um bestimmte Temperaturen zu fördern. Mit diesem Schritt soll das Potenzialgebiet konkretisiert werden, um im weiteren Projektverlauf gezielt weitere geophysikalische Untersuchungen und Explorationen im Potenzialgebiet anstellen zu können.

Dazu zählt zum Beispiel der Einsatz von sogenannten Seismik-Trucks. Diese speziellen Vibrationsfahrzeuge erzeugen Schallwellen, deren Reflexionen durch Geophone aufgezeichnet werden. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit und Reflexion der Vibrationswellen in den Gesteinsschichten werden gemessen und ausgewertet. Auf Grundlage dieser Daten wird dann eine 3D-Seismografik erstellt, die nahezu alle inneren Erdbegebenheiten widerspiegelt.

Seismologie

Die Seismologie ist ein Teilgebiet der Geophysik und erforscht den inneren Aufbau der Erde. Mithilfe seismologischer Grafiken kann das Erdinnere visualisiert werden.

Warum wir der richtige Partner sind…

Kompetenzpartner badenovaWÄRMEPLUS
  • größter Wärmeversorger der Region
  • lokale Wärmenetze über die gesamte Region
  • langjährige Erfahrung und Expertenwissen im Bereich der erneuerbaren Energien
  • aktive Beteiligung von Kommunen und Bürgern
  • großes Netzwerk (u. a. mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg und mit Referenzprojekt-Partnern)